Modul B intensivVorkurs Deutsch 240

Planen & Methoden · 2 Kapitel

Vorkursangebote planen und gestalten

Wie Sie Beobachtungen in lockere Planung übersetzen – und sechs große Methoden, die mehrere Kompetenzbereiche gleichzeitig fördern.

Kapitel 1 von 2

Vorkursangebote planen und gestalten

Beobachtungsergebnisse sollen unmittelbar in die pädagogische Gestaltung einfließen. Planung im Vorkurs bleibt dabei locker und thematisch verankert – kein starres Jahresprogramm.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fünf-Schritte-Zyklus: Beobachten → Dokumentieren → Besprechen → Planen → Umsetzen – und wieder von vorn.
  • Ziele eng und konkret fassen und an dem ansetzen, was ein Kind bereits kann – nicht an seinen Defiziten.
  • Differenzierung ist Grundprinzip: Gruppe teilen, verschiedene Sozialformen nutzen, Textlänge und Fragetyp anpassen.
  • Gemeinsame Beobachtungsinstrumente schaffen eine gemeinsame fachliche Sprache im Tandem Kita – Grundschule.
Zum Nachlesen – Hintergrund und Quellen

Von der Beobachtung zur Planung. Wer den Zyklus konsequent durchläuft, merkt schnell, wenn eine Methode systematisch nicht wirkt, und kann umsteuern.

Ziele formulieren. Angesetzt wird an dem, was ein Kind bereits kann, nicht an der Schwäche.

Differenzierung. Kinder entwickeln in Kleingruppen stärkere Verständniskompetenzen als in großen Gruppen.

Dokumentation und Reflexion. Regelmäßige Reflexion macht sichtbar, ob Methoden bei bestimmten Kindern systematisch besser oder schlechter funktionieren.

Zusammenarbeit Kita – Grundschule. Regelmäßige gemeinsame Besprechungstermine verhindern, dass Fördererfahrungen verloren gehen.

Quelle: Modul B (Neufassung), Teil II, Kapitel 12.1–12.5 – Diskussionsentwurf, fachliche Freigabe steht noch aus.

Kapitel 2 von 2

Übergreifende Methoden im Vorkurs

Manche Methoden lassen sich keinem einzelnen Kompetenzbereich zuordnen, weil sie mehrere sprachliche Fähigkeiten zugleich in einem bedeutungsvollen Rahmen zusammenführen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Projektarbeit: mehrwöchige Untersuchung eines Themas aus den Interessen der Kinder. Interaktion vor Information.
  • Rollenspiel im Literacy-Center: themenbezogen einrichten (Restaurant, Bank – nicht Friseur).
  • Theater: beginnt mit Körperwahrnehmung, dann Bausteintheater ohne Haupt-/Nebenrollen.
  • Literacy-Stationen: dauerhafte Stationen für 2–3 Kinder mit Stationen-Pass.
  • Forschen und Experimentieren: reale Objekte, Fragen wie „Was passiert, wenn …?“
  • Digitale Medien: sparsam, aber gezielt – unterstützen Interaktion, ersetzen sie nie.
Zum Nachlesen – Hintergrund und Quellen

Projektarbeit. Am Beispiel eines Bienenprojekts: Imkerbesuch, Wörtersammeln, eine Ausstellung am Ende.

Rollenspiel. Die Fachkraft übernimmt wechselnde Rollen: Mitspielerin, Beobachterin, Spielleiterin.

Theater. Sprache ist für viele Kinder die größte Barriere – deshalb stehen zunächst körpersprachliche Elemente im Vordergrund.

Literacy-Stationen. Dienen der Anwendung bereits eingeführter Fertigkeiten, nicht dem Erlernen neuer Inhalte.

Forschen und Experimentieren. Der Einsatz einer „wissenschaftlichen“ Sprache regt zum genauen Formulieren an.

Digitale Medien. Jede Aufnahme, jedes Foto sollte Anlass für ein Gespräch sein, nicht Selbstzweck.

Quelle: Modul B (Neufassung), Teil II, Kapitel 13.1–13.6 – Diskussionsentwurf, fachliche Freigabe steht noch aus.

Praxisimpulse: gleich ausprobieren

Vier weitere Ideen aus dem Erweiterungsmodul passen zu diesen übergreifenden Methoden:

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